Lebenskrise

Krisensituationen

Jeder Mensch macht im Leben belastende Erfahrungen und gerät in eine Lebenskrise. Manche Lebensereignisse stellen uns vor Herausforderungen, die wir kaum bewältigen können. Häufig sind dies Verlusterlebnisse, z.B. der Verlust der Partnerin / des Partners durch Tod oder Trennung, aber auch Verlust des Arbeitsplatzes durch Kündigung oder Ruhestand können hierzu zählen.

Die Fähigkeiten, mit solchen Lebensereignissen umgehen und sich an die neue Situation anpassen zu können, sind individuell unterschiedlich ausgeprägt. Unsere genetische Ausstattung und unsere Bindungs- und Lebenserfahrungen geben uns ein Bündel an Fähigkeiten und Ressourcen, aber auch Hemmnissen mit auf den Weg. Mit diesem Spektrum an Fähigkeiten können wir Lebensereignisse bewältigen – oder eben auch nicht.

Typisch für eine „gesunde“ Verarbeitung ist eine zunehmende Anpassung an die neue Situation. Zunächst ist man traurig, verzweifelt, hoffnungslos, verunsichert. Nach und nach erlebt man, wie das Leben weitergeht, sich neue Strukturen finden und das Gefühlsleben langsam wieder lebendiger wird.

Hilfe in einer Lebenskrise, bevor sich aus der Krise eine Krankheit entwickelt

Hilfe brauchen Sie dann, wenn sich ihr seelischer Zustand in die andere Richtung entwickelt. Wenn es Ihnen von Woche zu Woche schlechter geht anstatt besser. Hier sollte mit professioneller Hilfe gegengesteuert werden, damit sich aus der Belastungsreaktion oder der Anpassungsstörung keine psychische Erkrankung wie z.B. eine Depression entwickelt.

Die akute Belastungsreaktion ist durch ein gemischtes Bild an Symptomen nach einer außergewöhnlichen seelischen oder körperlichen Belastung gekennzeichnet. Von dieser Form der Störung spricht man, wenn die Symptome nach einigen Stunden, Tagen oder wenigen Wochen dauerhaft abklingen.

Anpassungsstörungen sind Zustände innerer Bedrängnis nach Ereignissen und Lebensentwicklungen, die nicht ohne Weiteres bewältigt werden können. Auch bei dieser Störung sind die Symptome sehr vielfältig und können sogar länger andauern als bei einer Belastungsreaktion. Dafür sind die Symptome jedoch weniger stark ausgeprägt, sodass man z.B. keine Depression feststellen kann, obwohl einige depressive Symptome vorliegen.

Wenn Sie mit Alltagsanforderungen oder der Tagesstruktur überfordert sind oder Ihr Leidensdruck zu groß ist, kann eine Behandlung in der Tagesklinik angebracht sein. Sofern man früh genug gegensteuert, kommt man in der Regel rasch wieder auf die Beine.





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